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Archiv für die 'Windows Server 2008' Kategorie

Windows Server 2008 (erschienen 2008).

Browser öffnet MSN Seite bei jedem Login / NCSI abschalten

Erstellt von solip am 8. Oktober 2016

Seit Windows Server 2003 kann es die Rechner/Benutzerprofile verfolgen, bei jedem Login öffnet der Internet Explorer die Seite http://go.microsoft.com/fwlink/p/?LinkId=255141, welche nach http://www.msn.com/?ocid=wispr weiterleitet. Ein Wechsel des Browsers ändert das Verhalten nicht, die Seite wird dann mit ihm geöffnet.

Dies ist kein Autostart-Eintrag und auch nicht mit der konfigurierten Homepage verbunden. Es handelt sich dabei um den Vorgang, der feststellt ob eine Verbindung zum Internet besteht. Der gleiche Vorgang verändert ggf. auch das Netzwerk-Symbol in der Taskleiste. Er nennt sich Network Connection Status Indicator (NCSI). Eigentlich sollte das im Hintergrund ablaufen und dabei wird eine andere Adresse geprüft (msftncsi.com). Ist dies jedoch nicht möglich, so wird der Browser aktiviert.

Es gibt viele Gründe das loszuwerden, nicht nur weil es stört wenn bei jedem Login der Browser geöffnet wird. Die adressierte Seite ist auch sehr umfangreich und extrem mit Werbung, Cookies und dergleichen befrachtet.

Zur Änderung ist die Registry des Rechners zu bearbeiten:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\NlaSvc\Parameters\Internet\EnableActiveProbing

Diesen Parameter von 1 auf 0 setzen.

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Windows Internal Database – Error 29528. The setup has encountered an unexpected error while Setting Internal Properties.

Erstellt von solip am 5. Mai 2016

Dieser Fehler tritt auf bei Versuchen, die interne Datenbank zu entfernen. Egal ob über den Server Manager oder über die Commandline:

32-bit: msiexec /x {CEB5780F-1A70-44A9-850F-DE6C4F6AA8FB} callerid=ocsetup.exe
64-bit: msiexec /x {BDD79957-5801-4A2D-B09E-852E7FA64D01} callerid=ocsetup.exe

Hintergrund des Fehler ist, das die in der Registrierung gesetzten Gruppen für diese Instanz von SQL Server nicht (mehr) stimmen.

Die Gruppen findet man hier:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Microsoft SQL Server\[Instanz]\Setup\SQLGroup
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Microsoft SQL Server\[Instanz]\Setup\AGTGroup
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Microsoft SQL Server\[Instanz]\Setup\FTSGroup
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Microsoft SQL Server\[Instanz]\Setup\ASGroup

Bei der internen Datenbank sind mitunter nicht alle Einträge vorhanden.

Die eingetragenen SIDs stimmen nicht mehr. Um den SQL Server trotzdem zu entfernen, sind diese Einträge zu leeren.

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EventID 7000, 7009, 7011 Timeout (30000 milliseconds) waiting for the Service

Erstellt von solip am 30. März 2016

Die EventID 7000, 7009, 7011 „Timeout (30000 milliseconds) waiting for the Service“ wird erfasst, wenn es Probleme mit dem Start/Stop von Diensten gibt.

Ein typisches Szenario ist die Migration umfangreicher Dienste in eine langsamere Umgebung.

Windows kennt verschiedene Registrierungs-Einträge, die diese Timeouts steuern:

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\ServicesPipeTimeout
DWORD, default: 30000, Einheit: Millisekunden
Bei Windows 2008 und 2008 R2 vorhanden, bei Windows 7 meist neu zu erstellen.
Gibt an, das bis zu 30 Sekunden bei Start/Stop Vorgängen vergehen dürfen bis ein Fehler protokolliert wird.
Änderungen lösen das Problem zumeist, Werte von 60000 bis 120000 sind üblich.

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\WaitToKillServiceTimeout
REG_SZ, default: 12000, Einheit: Millisekunden
Gibt an, das bis zu 12 Sekunden beim Herunterfahren auf das Beenden von Diensten gewartet wird bis ein Fehler protokolliert wird.
Der Fehler führt auch zum bekannten Screen, der die Option gibt das Herunterfahren nun zu erzwingen.
Änderungen können spezifische Probleme lösen, Werte von 30000 bis 60000 sind üblich.

Verwirrung kann es auch bei der Erstellung von Diensten geben. Programmierer greifen auf die Funktion „RequestAdditionalTime“ zurück um mehr Zeit für diese Vorgänge anzufordern. Die Funktion ist aber nicht korrekt dokumentiert. Statt zusätzlicher Zeit anzuhängen wird hier der Wert „ServicesPipeTimeout“ überschrieben. Zusätzlich wird alles oberhalb von 120 Sekunden auf dieses Maximum reduziert.

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Verknüpfungen verschwinden ungewollt vom Desktop

Erstellt von solip am 10. Juni 2015

Wenn Verknüpfungen einfach so vom Windows-Desktop verschwinden, dann sind es zumindest zeitweise ungültige Bezüge. Die Systemwartung stellt dies fest und entfernt sie. Das ist grundsätzlich ein gewollter Vorgang, kann aber auch zu Störungen führen. Z.B. wenn Ressourcen zeitweise nicht verfügbar sind, aber auf dem Desktop verknüpft wurden.

Mittels Eingriff in die Registry kann man der Systemwartung dieses Verhalten untersagen:

– Regedit starten
– HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\ScheduledDiagnostics\
– Neu, DWORD-Wert IsBrokenShortcutsTSEnabled
– Ändern, Wert 0 setzen
– Regedit beenden

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Windows Server DHCP Reservierungen exportieren/importieren

Erstellt von solip am 29. April 2015

Um die Reservierungen eines Windows Server DHCP Servers zu exportieren oder zu importieren, kann man mit netsh wie folgt vorgehen:

netsh dhcp server serverIPAddress scope scopeAddress dump > dump.txt

serverIPAddress = z.B. 192.168.0.70
scopeAddress = z.B. 192.168.0.0

Der Dump bietet auch die Möglichkeit in anderen Richtungen per Copy&Paste oder Commandline Processing die DHCP Scope weiter zu verarbeiten.

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Windows Update Fehler 800B0001 bei Zugriff auf WSUS Server

Erstellt von solip am 11. Februar 2015

Der Windows Update Fehler 800B0001 bei Zugriff auf einen WSUS-Server tritt oft dann auf, wenn ein neueres System auf einen Windows Server 2008 R2 mit der WSUS-Rolle trifft.

Die Ursache ist hier ein mittlerweile veralteter Stand des WSUS-Servers trotz aktuellen WSUS 3.0 SP2.

Die folgenden Updates bringen den WSUS-Server auf den aktuellen Patch-Level:

– WSUS-KB2720211-x64 bzw. KB2720211
– WSUS-KB2734608-x64 bzw. KB2734608

Die KB-Nummern bitte auf der Microsoft-Seite in der jeweiligen Landessprache und für die passende Server-Architektur herunterladen.

Nach Installation beider Updates und einem Neustart (optional, alternativ Dienste neu starten) sollten die neueren Systeme wieder normal den WSUS-Server nutzen können.

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Sie wurden mit einem temporären Profil angemeldet

Erstellt von solip am 26. Januar 2015

Ein gerne vorkommender Fehler bei Ausgliederungen aus Domänen oder Umzügen.

Nach dem Anmelden erscheint folgende Meldung: „Sie wurden mit einem temporären Profil angemeldet“. Des weiteren wird der Desktop nicht ordnungsgemäß geladen und sämtliche Änderungen werden nach einem Neustart verworfen.

In der Registrierung werden für jedes Profil Einträge angelegt. Überschneidungen führen zu gesicherten Profilen mit der Endung .bak. Sofern diese fehlerhaften Einträge nicht gelöscht werden, funktionieren diese Profile nicht mehr.

Entfernen kann man die problematischen Profile wie folgt:

– Regedit als Administrator starten
– Profile einsehen unter: „HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\ProfileList“
– „ProfileImagePath“ gibt Aufschluss über die Zugehörigkeit
– Überflüssige Profile und Doubletten mit Endung .bak löschen
– Rechner neu starten

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Datenträgerbereinigung fehlt in Windows Server 2008, 2008R2, 2012, 2012R2

Erstellt von solip am 27. November 2013

Ja, das ist bei Grundinstallationen normal. Die Datenträgerbereinigung namens cleanmgr.exe ist zunächst nicht installiert.

Um sie wieder zu erhalten bitte wie folgt vorgehen.

Windows Server 2008, 2008 R2:

  • Starten Sie den Server-Manager (Start –> Servermanager in Suchfeld eingeben)
  • Scrollen Sie bis zur Featureübersicht und klicken Sie auf Features hinzufügen
  • Aktivieren Sie im Assistenten-Fenster “Features hinzufügen” die Checkbox “Desktopdarstellung”

Windows Server 2012, 2012 R2:

  • Starten Sie den Server-Manager (Start –> Servermanager in Suchfeld eingeben)
  • Rollen und Feature hinzufügen
  • Benutzeroberflächen und Infrastruktur -> „Desktopdarstellung“

Nach der Installation und einem Neustart des Servers ist die Funktion “Datenträgerbereinigung” wie gewohnt verfügbar.

Direkter Pfad: c:\windows\system32\cleanmgr.exe

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Windows Explorer: „Element wurde nicht gefunden“

Erstellt von solip am 13. August 2013

Der Windows Explorer kommt zuweilen auf die Idee, jede Aktion mit Ordnern mit der Meldung „Element wurde nicht gefunden. Das Element befindet sich nicht mehr …“ zu quittieren. Natürlich sind die Elemente da und mit einem Klick auf Wiederholen erfolgt auch die eigentlich gewollte Operation. Dies betrifft Windows 7 und Windows Server 2008 R2.

Woher kommt das? Wahrscheinlich von einer Einstellung bez. der Bibliotheken ab Windows 7. Und einem Update das danach folgte.

Und wie wird man das wieder los? Erprobt ist es den folgenden Registrierungs-Patch einzuspielen: KB980408_fix.reg
Auf ein lokales Laufwerk legen und per Doppelklick importieren. Danach den Benutzer abmelden und neu anmelden oder neu starten.

Falls dies nicht funktioniert, dann muss zunächst noch das Update mit Nummer KB980408 eingespielt werden.
Dies sollte aber bei aktuellen Windows-PC längst geschehen sein, denn es ist aus dem Jahre 2010.

Hier kann man herunterladen:

– 32 Bit: KB980408
– 64 Bit: KB980408

Das 64 Bit Update ist für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 gleichermassen gedacht.

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Von UDP abhängiger Netzwerkdienst kann nicht gestartet werden, z.B. Eye-Fi Helper

Erstellt von solip am 21. Februar 2013

Von UDP abhängige Netzwerkdienste können nicht starten, wenn ihr fest verlangter TCP/IP Port bereits in Verwendung ist. Dies kommt besonders bei Servern vor, denn deren Rollendienste erzeugen viele Ports in Benutzung und sie benutzen UDP-Ports nach dem Zufallsprinzip, was ein Sicherheitsfeature ist. Unflexible Anwendungen, die einen festen und freien Port verlangen, können das Nachsehen haben. Sicherstellen muss man natürlich auch, das keine anderen Anwendungen wie z.B. ein mDNSresponder oder Bonjour stören. Dies sind aber keine Bestandteile des Systems oder Rollen und können ja entfernt werden.

Auffällig ist dieses Verhalten z.B. beim Programm Eye-Fi Helper, welches nach dem Port 59279 verlangt und seinen Dienst mitunter wie folgt quittiert:

Failed to initialize multicast responder, Error: 10013 - Der Zugriff auf einen Socket war aufgrund der Zugriffsrechte des Sockets unzulässig

Prüft man in einer Shell (mit Administrator-Rechten) was den Port verwendet mittels

netstat -abnp udp

so findet man wahrscheinlich dns.exe, welches seine Dienste im Bereich der Ports 49152 bis 65535 betreibt.

Unter Windows Server 2003 und Windows XP kann man sich behelfen indem man den Bereich der zufälligen Ports anders vergibt. Siehe Anleitung.

Bei Windows Server 2008 und Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 sieht es schon etwas anders aus, da hier ein ganz neuer TCP/IP Stack arbeitet. Den Schlüssel ReservedPorts gibt es nicht mehr. Beeinflussen kann man den Port-Bereich jedoch direkt auf der Shell, siehe Anleitung. Sollte dies nicht gehen, so muss noch ein Hotfix eingespielt werden – den bekommt man hier.

Vorgehen zum Anzeigen der dynamischen Portrange:

netsh int ipv4 show dynamicport tcp
netsh int ipv4 show dynamicport udp
netsh int ipv6 show dynamicport tcp
netsh int ipv6 show dynamicport udp

Setzen der Portrange so wie sie in Windows Server 2003 verwendet wurde (1025-5000):

netsh int ipv4 set dynamicport tcp start=1025 num=3976
netsh int ipv4 set dynamicport udp start=1025 num=3976
netsh int ipv6 set dynamicport tcp start=1025 num=3976
netsh int ipv6 set dynamicport udp start=1025 num=3976

Um das Standard-Verhalten von Windows ab Vista bis Server 2008 wieder herzustellen:

netsh int ipv4 set dynamicport tcp start=49152 num=16383
netsh int ipv4 set dynamicport udp start=49152 num=16383
netsh int ipv6 set dynamicport tcp start=49152 num=16383
netsh int ipv6 set dynamicport udp start=49152 num=16383

Um den schlecht gemachten Eye-Fi Helper zwangsweise auszusparen:

netsh int ipv4 set dynamicport tcp start=59280 num=6255
netsh int ipv4 set dynamicport udp start=59280 num=6255
netsh int ipv6 set dynamicport tcp start=59280 num=6255
netsh int ipv6 set dynamicport udp start=59280 num=6255

Zwischen 1025 und 65535 ist im Grunde alles möglich. Der kleinste Bereich liegt jedoch bei 255 Ports. Eine Exchange Server Installation wird die Portrange auf über 60000 einstellen, egal was vorher gesetzt war.

Nach einem Neustart der Maschine sollten sich die Rollen und Dienste an die neue Vorgabe halten, so das die Anwendung mit fixem Port wieder erfolgreich starten kann.

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Kein Defragmentierungstool ist installiert

Erstellt von solip am 8. Juli 2012

.. sowie eine ausgegraute Option zum Defragmentieren in den Laufwerkseigenschaften – das ist oft die Hinterlassenschaft von Drittanbieter-Programmen zur Defragmentierung. Sozusagen als „Rache“ für deren Deinstallation.

Ungeachtet der weiteren Behandlung hier ein kleiner Tipp zum schnellen Aufruf des üblichen Dialoges:

Start -> Ausführen -> dfrgui

Die Standard-Einstellungen können dauerhaft wie folgt wieder hergestellt werden:

– Regedit starten
– HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\MyComputer\DefragPath
– Doppelklick auf den Wert, Setzen: %windir%\system32\dfrgui.exe
– Regedit schließen und Windows Explorer neu starten

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Standard-Gateway unter Windows festlegen

Erstellt von solip am 4. Juni 2012

Was tun in folgender Situation?

– Ein Windows-Rechner hat mehrere Netzwerkkarten, mehrere IP-Netzwerke
– Die Netzwerke sind unterschiedlich, statisch oder dynamisch, Dienste sind verschieden oder nicht überall vorhanden
– Es ist erforderlich den Internet-Zugang über ein bestimmtes Netz / Standard-Gateway sicherzustellen

Sind die Netzwerkkarten bzw. Netzwerke soweit eingerichtet, hat man auch schon die erste Warnung von Windows erhalten: es gibt mehr als eine Verbindung mit einem Standard-Gateway. Das wird nicht empfohlen, denn über welches Gateway geht nun was? Die IP-Netze als solches sind Windows klar, dafür sind die Netzwerkkarten ja konfiguriert. Aber alle Dienste sowie das Routing sind nicht direkt festgelegt und könnten das ein oder andere Gateway benutzen.

Nun könnte man einer Verbindung ja Einstellungen wie das Gateway oder auch die DNS Server wegnehmen. Das ist möglich, reduziert den Funktionsumfang in dem Netz aber ganz erheblich. Zudem benötigen die aktuellen Windows-Versionen diese Angaben um das Netz als Arbeitsplatz/Privat/Domäne verwalten zu können. Ohne diese Angaben wird es ein Öffentliches Netz.

Sichtbar wird das auch gut wenn man sich die Routing-Tabelle mit route print einmal ansieht. Problem sind die Default Routen, über die alles hinausgeht was der Rechner nicht selber erledigt oder was nicht anderweitig fest vorgegeben ist. Dazu zählt z.B. jede Internet-Kommunikation.


Aktive Routen:
Netzwerkziel Netzwerkmaske Gateway Schnittstelle Metrik
0.0.0.0 0.0.0.0 192.168.0.1 192.168.0.100 10
0.0.0.0 0.0.0.0 192.168.10.1 192.168.10.100 10
0.0.0.0 0.0.0.0 192.168.20.1 192.168.20.100 10

Drei Netzwerke samt ihren Gateways sind eingerichtet. Allen Dreien wird von Windows eine Default Route verpasst, d.h. Anfragen an externe Dienste werden hier heraus geroutet. Aber nur eine wird dies auch wirklich tun. Und zwar die Netzwerkverbindung, die als erste in der Liste steht. Und das muss nicht bei jedem Start des Rechner die gleiche sein. Stellt nicht jedes dieser Netzwerke überhaupt Dinge wie Internet-Zugriff zur Verfügung, ist das ein großes Problem.

Diese Routen könnte man manuell oder mittels eines Batch löschen.

route delete 0.0.0.0 mask 0.0.0.0 192.168.20.1

Aber nach einem Neustart oder Änderungen an den Netzwerken sind sie wieder da. Außerdem, s.o., Arbeitsplatz/Privat/Domäne – Windows wird das mangelhafte Routing in Kombination mit den Einstellungen – es ist ja nun mal ein Standard-Gateway eingetragen worden – zu recht monieren.

Der Schlüssel um hier Ordnung reinzubringen ist die Metrik. Je geringer desto vorrangiger ist die Route. Die Metrik lässt sich in den IPv4 Einstellungen der Netzwerkkarte ändern. Im erweiterten Bereich ist sie auf dem ersten Reiter. Windows setzt die Metrik normalerweise automatisch und variiert hier etwas.

Also erhöht man beispielsweise eine Netzwerkverbindung in der Metrik um den Wert 1000 und die andere um 2000. Nur die mit dem gewünschten Gateway bleibt auf automatischer Metrik stehen. Das Ergebnis ist mit einem route print sofort sichtbar und auch das Routing läuft entsprechend.

Diese Änderung ist auch nach einem Neustart unverändert. Aufpassen muss man jedoch bei der Installation neuer Netzwerk-Treiber oder anderen Änderungen an den Netzwerkkarten.

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Nicht löschbare Dateien und Ordner in NTFS entfernen

Erstellt von solip am 25. August 2011

Nicht löschbare Dateien und Ordner auf einem NTFS Laufwerk, z.B. durch Dateisystemfehler entstanden, kann man wie folgt meist leicht löschen:

  • Eingabeaufforderung als Administrator öffnen
  • In das Verzeichnis gehen, in dem die betroffenen Dateien/Ordner sind
  • rd Ordnername /s /q

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Domänen Controller (DC) Migration von Windows 2003 nach Windows 2008 R2

Erstellt von solip am 12. April 2011

Massnahmen zur Einbringung eines Windows 2008 R2 Domänen Controllers in eine Windows 2003 Domäne und in der Folge Umstellung des Active Directory auf Windows 2008 R2 mit dem Windows 2008 R2 Domänen Controller als neuem Betriebsmaster.

Für Arbeiten wie diese gilt: Vollständige und aktuelle Sicherungen sind vorhanden, z.B. Images der DC Systempartitionen. Das Ziel der Migration – die FSMO Rollen im Active Directory – sind dem Admin klar und er kann diese abgrenzen. In einem Netzwerk mit mehreren Domänen Controllern ist ein Netzwerkplan von Vorteil.

– Der neue Windows 2008 R2 Server verwendet in seiner Workgroup zunächst und auch später als Domain Controller erst mal den alten DC als primären und einzigen DNS Server. Dies ist nötig für den ersten Eintritt in die Domäne als DC. Die Netzwerk-Konfiguration muss fehlerfrei sein. Teaming-Adapter, Load Balancing, alle MAC-Masquerading Dienste und VLANs sind einzurichten bevor Rollen wie Active Directory, Hyper-V, DNS, DHCP etc. – alles was auf einer festen IP basiert – auf einem Windows 2008 R2 Server hinzugefügt werden.

– Vorhandene Domäne in Domänen- und Funktionsebene prüfen, Windows 2000 Ebene verlassen und komplett auf Windows 2003 umstellen, sofern nötig.

– adprep / adprep32 von der Windows 2008 R2 DVD /support auf dem alten DC ausführen und den Forest sowie die Domäne auf die neue Struktur vorbereiten (forestprep und domainprep).

– Arbeiten am alten DC sind damit abgeschlossen.

– Neuen Domänen Controller Windows 2008 R2 in Domäne einbringen (Hinzufügen in Systemsteuerung -> System).

– Entweder: Rolle DNS Dienst hinzufügen und erstmal vorkonfigurieren mit vorhandener Forward- und -Reverse Zone. Dann anschliessend die Active Directory Rolle installieren und den neuen Server als Domain Controller aufnehmen.

– Oder: diese Schritte gemeinsam durch dcpromo durchführen lassen. Hierbei sollte der vorhandene DNS auf den neuen Server mit migriert werden, was jedoch in der Praxis auch schon als nicht funktionierend gesehen wurde. Vorkonfiguration empfohlen sofern überschaubarer DNS vorhanden. Es ist nicht möglich die Rolle AD und DNS gemeinsam im Server-Manager hinzuzufügen, dies geht nur via dcpromo.

– Replizierung abwarten und ggf. Einträge im DNS prüfen. Es müssen die vorhandenen Domain Controller anwesend sein.

– Bei fehlerfreier Funktion des neuen DC die Funktionen mittels ntdsutil übertragen. Vom alten DC den neuen DC verbinden und Funktionen übertragen oder vom neuen DC den alten verbinden und Funktionen übernehmen (Szenario für beschädigte Server). Übertragung der FSMO Rollen per Commandline, per ? bitte alle auflisten lassen und prüfen, an den neuen DC: Knowledgebase

– Überprüfung der FSMO-Rollenverteilung per Commandline auf dem neuen DC: netdom query fsmo

– Änderung der DNS Einstellungen für IPv4 bei den statischen DC Netzwerkkarten und im DHCP: neuer primärer DNS Server wird der neue DC Windows Server 2008 R2.

– Connectivity, DNS und Active Directory Tests.

– Installation weiterer Rollen wie WSUS, Änderung von Richtlinien zur Einbeziehung von Diensten des neuen DC.

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Automatische TCP/IP Anpassung von Windows 7/2008 verwalten

Erstellt von solip am 8. Januar 2011

Von Haus aus bringen Windows 7 (und Server 2008) einen neuen TCP/IP Stack mit, der je nach Aktivität selber Optimierungen vornimmt. Damit wird vor allem der zuweilen langsame und unflexible Stack von Windows XP/2003 modernisiert.

Die Performance ist in der Regel auch so wie sie sein sollte. Muss man dieses Autotuning jedoch zu Testzwecken deaktivieren, so geht man wie folgt vor.

-> Eingabeaufforderung als Administrator öffnen

Abschalten:
netsh Interface tcp set global autotuninglevel=disabled

Wieder Normalbetrieb:
netsh Interface tcp set global autotuninglevel=disabled

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Bibliotheken in Windows ausblenden oder abschalten

Erstellt von solip am 10. Dezember 2010

Die neuen Bibliotheken von Windows 7, die im Explorer zu sehen sind und bei jedem Öffnen eines Explorer-Prozesses zuerst angesprungen werden (was extrem nervig ist), lassen sich nachträglich entfernen oder ausblenden.

Die nachfolgenden Registry Hacks enthalten Wege, die Bibliotheken ganz abzuschalten, sie nur aus dem Explorer auszublenden oder den System Standard wiederherzustellen.

Getestet:
– Windows 7 Deutsch und Englisch, alle Optionen funktionieren
– Windows Server 2008 Deutsch und Englisch, zunächst komplett abschalten und dann wieder zurücksetzen, fortan funktionieren alle Optionen
– Windows Server 2008 R2 Deutsch und Englisch, zunächst komplett abschalten und dann wieder zurücksetzen, fortan funktionieren alle Optionen

Zu beachten ist, das .reg Dateien in allen neueren Windows-Versionen nur von lokalen Laufwerken importiert werden können. Dies hat Sicherheitsgründe. Kopieren Sie die Dateien nach c:\ bzw. auf den Schreibtisch.

Download des Pakets: windows7-bibliotheken-entfernen-ausblenden.zip

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Das System hat eine mögliche Sicherheitsgefahr festgestellt…

Erstellt von solip am 11. Februar 2010

.. dieser Fehler tritt auf wenn sich ein Client-Rechner in einem Netzwerk mit einer Domäne befindet, einen Domänen-Benutzer oder -Admin als Login verwendet und auf Netzwerkfreigaben zugreift – aber der Netzwerkadapter nicht vom Domain Controller konfiguriert wurde. Z.B. bei einer manuellen IP/DNS/Gatway Konfiguration.

Lösung: Netzwerk vom DHCP Server des Domain Controller konfigurieren lassen (insbes. DNS Server).

Das Problem tritt auch auf, wenn sich Domain Memeber Clients in einem anderen Netz befinden und dort Netzwerklaufwerke verbinden. Die Wiederherstellung nach dem Login mahnt hier die Sicherheit an. In dem Fall genügt es aber Benutzernamen und Kennwort einzugeben. Es funktioniert lediglich nicht diese Informationen funktionierend zu speichern.

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